1.7. - 28.8.2022 | Hans Herbert Hartwieg (1922-2019) | Zum 100. Geburtstag

Blick ins Atelierfenster

`Ich habe noch nie gefeiert - und das werde ich auch an meinem 100. Geburtstag so halten.' (Hartwieg)

Der Maler Hans Herbert Hartwieg betrachtete seinen Lebensfluss ganzheitlich, wie einen Flügelschlag im Raum der Ewigkeit. Deshalb war ihm wohl die Einteilung seines Lebens in Jahre, die es zu feiern gilt, ohne Bedeutung. Dennoch möchte das Atelierfenster, dessen treuer Besucher und Aussteller (2011) er war, im Jahr seines 100. Geburtstages und seines 3. Todestages an ihn erinnern.

Ohne Absicht, einem inneren Trieb folgend fand Hartwieg auf der Suche nach Tiefe und Stille in seiner Malerei zu Ausdrucksformen konstruktiv/konkreter Kunst. Bei Einzelausstellungen in Prien, Traunstein oder im Museum Modern Art Hünfeld wurde sein Werk bereits ausführlich gewürdigt.

Im Atelierfenster sind neben Hartwiegs letztem Selbstbildnis, einer Bleistiftzeichnung von 2019, auch einige seiner kraftvollen Acrylbilder zu sehen. Sie ermöglichen dem Betrachter, Hartwiegs Wunsch entsprechend, `Besinnung und Ruhe zu finden - heraus aus dem gegenständlichen Denken in die unermessliche Weite des Denkens und Universums, frei von allen Fesseln' (Hartwieg).

Als Ergänzung der Ausstellung zeigt das Atelierhaus G2 in Staudach-Egerndach über 20 weitere Gemälde Hartwiegs, die man in der Abgeschiedenheit des Hauses betrachten und in Erinnerung an Hans Herbert Hartwieg feiern kann.

Ein Besuch im Atelierhaus G2 (Gastätt 2) ist nach Absprache möglich: bildhauer@lewerentz.de, Tel. 08641/3988

Der Bericht zu Hartwiegs Ausstellung im Atelierfenster im Jahr 2011 findet sich hier.

c. lewerentz




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