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So
spiegeln sich in Kurz´ „TORSI“,
dem knochenbesetzten „AUFERSTEHUNGSRELIEF“ oder dem
„KLEINEN KRIEGER“ Atomkatastrophe, Krieg und Zerstörung
wieder. Die Arbeiten „ETWAS BLUME“ und „BAUM IM
STUNDENGLAS“ lassen sein Unwohlsein über die fortschreitende
Umweltzerstörung durch den Menschen spüren, der selbst zur
Masse der Konsumenten reduziert, als „SCHÖNHEITSGALERIE“ im
Schaufenster steht. Vielleicht aus eigenen Erfahrungen auf See
entstanden in einer neuen, fast kindlichen Leichtigkeit, direkt
aus Wachs modelliert, einige einprägsame und zugleich begehrte
Schiffsplastiken als Bronzeunikate. Seit alters her steht das
Schiff oder Boot als Synonym für gelingendes
Gesellschaftsleben, um die Fahrt zum „anderen Ufer“
gemeinsam mit dem Kapitän und der Mannschaft zu meistern. Der
Anblick dieser eindrücklichen Schiffe von Konrad Kurz lässt
Zweifel aufkommen, ob eine sichere Fahrt durch die „Meere der
Zeit“ noch gewährleistet ist – ein Spiegelbild unserer
Gesellschaft? Zwischen derlei Fragen und Empfindungen des
Welterlebens stehen „EINSAME KÖNIGIN“ und „WÄCHTER“
vielleicht als Bilder von Sehnsucht und Hoffnung dafür, dass
Menschenwürde, Einzigartigkeit und Liebe, wie sie das Portrait
„BARBARA“ im Hintergrund des Atelierfensters ausstrahlt, in
den Gesellschaften dieser Erde stärker verankert bleiben, als
Macht, Zerstörung und Egoismus. Die Auswahl dieser 15 Plastiken
aus dem umfangreichen Werk von Konrad Kurz erzeugt im
Atelierfenster ein Spannungsfeld zwischen Gesellschaftskritik
und klassischer Bildhauerei, das nachdenklich machen kann, und
zu längerem Verweilen einlädt.
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