S K U L P T U R

Ein langsames Medium ist die Skulptur 
in Bezug auf ihre Entstehung und die 
"Lesbarkeit". Ich versuche dieser Langsamkeit Raum zu geben und jede Bearbeitungsweise des Werkstoffs mit Meißel, Schleifpapier oder Kettensäge
ist mir gelegen, wenn sie
der skulpturalen Intention dient.

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"In der Kunst gilt das Zeitlose,
nicht das Zeitgemäße."
(H.Hesse

" Zwiesprache"- Linde 

 

1996

"Muttermal" - Linde - 2003

"Idol" - Lindenholz - 2000

 

    

 

" DESIRÉE " - Zirbelkiefer - 2003

" HÜLLUNG" - Lindenholz - 2004

„HÜLLEN"

Seit einigen Jahren ist für mich Textiles zum Thema meiner Auseinandersetzung geworden.

In Bekleidungsstücken als zweiter Haut des Menschen finde ich subtile Ausdrucksformen für die Grenzlinien zwischen Innerem und Äußerem Sein. Meine abgelegten Hüllen vermitteln Menschenbilder im Wechselspiel von Vorstellung und Wirklichkeit. Bei meinen neuen Skulpturen und Plastiken entlasse ich nun das Menschenbild in die Vorstellung des Betrachters. Damit gebe ich all den Facetten des Menschseins im Wechselspiel der Gegensätze und Zufälle Raum. Die zu Plastiken und Bildern geformten, teils fragmentarischen Textilien eröffnen dem Betrachter Vorstellungswelten menschlicher Existenz, die ihn Bilder realer Personen mit einbeziehen lassen.

Immer wieder begeistern mich diese leeren Hüllen der ausgeschlüpften Libellenlarven - vielleicht steckt auch hinter meinen abgelegten Hüllen die Sehnsucht nach Wandel und Veränderung.

                                                   

                                                                                                                                                                                            © carsten lewerentz